A.T. Kearney und BILANZ zeichnen innovative Schweizer Unternehmen aus:
BERNINA, Ciba und mondoBIOTECH sind „Best Innovator“ 2007

Zürich, 22. Juni 2007
A.T. Kearney zeichnet jedes Jahr in mehreren europäischen Ländern Unternehmen für innovative Spitzenleistungen aus. Gestern Abend konnten BERNINA für ihre innovative Produkttechnologie, Ciba für eine neuartige Applikation und mondoBiotech für das beeindruckende
Geschäftsmodell den begehrten „Best Innovator“ entgegen nehmen. Die anschliessende Diskussionsrunde strich den Stellenwert der Innovationskraft in der Schweiz klar hervor.
Innovationen sind das Rückgrat vieler Schweizer Unternehmen im internationalen Wettbewerb. A.T. Kearney, eine der weltweit führenden Unternehmensberatungsfirmen, hat gestern zusammen mit der BILANZ die innovativsten Unternehmen der Schweiz ausgezeichnet. Die diesjährigen Sieger repräsentieren hervorragend die Innovationskraft der Schweizer Unternehmen.
BERNINA wird Sieger in der Kategorie innovative Produkttechnologien
Der traditionelle Nähmaschinenhersteller BERNINA überzeugte die Jury mit einer neuartigen, technologischen Entwicklung - dem BERNINA Stich-Regulator. Diese neue Technik steckt in den hochwertigen Nähmaschinen-Modellen, die sich inzwischen mehr und mehr zu Nähcomputern entwickelt haben.
BERNINA hat den Trend zum Quilten in den USA früh erkannt und mit einer Weltneuheit darauf reagiert: Innerhalb von nur 18 Monaten entwickelte das Thurgauer Unternehmen diese hochwertige Sensortechnologie, die eine automatische Stichregulierung selbst bei variabler Nähgeschwindigkeit und damit eine gleichmässige Stichlänge garantiert.
"Mit dieser Innovation gelingt es uns, die Stellung im stark konzentrierten globalen Nähmaschinenmarkt auch in Zukunft zu verteidigen und die Marke BERNINA zu stärken" beschreibt Gérard Durville, Entwicklungsleiter beim Jubiläumsunternehmen, die Bedeutung dieser Technologie.
Ciba gewinnt in der Kategorie innovative Applikationen
Ciba Spezialitätenchemie sucht systematisch nach neuen Anwendungsgebieten für ihre Technologieplattformen. So wurden die von Ciba bereits anderweitig genutzten Wirkungsprinzipien zur Umwandlung von UV-Strahlung in Wärme zur Entwicklung innovativer UV-Filter für Sonnencremes eingesetzt. Mit dieser technologischen Weiterentwicklung ist es Ciba gelungen, in einen sehr interessanten Markt einzutreten und in wenigen Jahren eine führende Rolle zu erreichen. Für Dr. Dietmar Hüglin, verantwortlicher Entwicklungsleiter bei Ciba, ist „die frühe und enge Zusammenarbeit mit potenziellen Kunden" einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren im Innovationsmanagement.
mondoBiotech siegt in der Kategorie innovative Geschäftsmodelle
mondoBIOTECH ist ein junges Unternehmen, das mit einem weltweit einzigartigen Geschäftsmodell überzeugt: Mit einer ausgeklügelten Internet-Suchtechnik identifiziert mondoBIOTECH gezielt Medikamentenwirkstoffe, die menschlichen Ursprungs sind und die neben ihrer Hauptindikation auch gegen weitere Krankheiten eingesetzt werden. mondoBIOTECH schützt bestehende Arzneimittelwirkstoffe mit abgelaufenem Patentschutz für andere Indikationen neu und vermarktet diese erfolgreich über Lizenzen. Erste, renommierte Biotech-Kunden konnten bereits für die Zusammenarbeit und Vermarktung gewonnen werden. Fabio Cavalli, CEO und eigentlicher Architekt der Geschäftsidee dazu: "Die Professionalität der Mitarbeiter sowie die Entschlossenheit und Entscheidungsfreudigkeit der Manager sind ganz wichtige Erfolgsfaktoren für innovative Kleinunternehmen."
Innovationen: Lebenselixier für Schweizer Unternehmen
Markus Diem Meier von der BILANZ moderierte die anschliessende Diskussionsrunde der Preisträger und Innovationsexperten. Dr. h.c. Hans Hess, ehemals CEO Leica Geosystems und Mitglied verschiedener Verwaltungsräte, sieht Innovationen als das Lebenselixier der Schweizer Unternehmen. Dr. Martin Handschuh von A.T. Kearney betonte, dass organisches Wachstum oft auf innovativen Produkten und Prozessen basiert. Und Prof. Dr. Albert Waldvogel lobte die Bedeutung des Wissenstransfers aus der akademischen Forschungslandschaft zu Unternehmen für den Forschungs- und Industriestandort.
Der Wettbewerb „Best Innovator“ in Europa
A.T. Kearney zeichnet mittlerweile in zehn europäischen Ländern besonders innovative Unternehmen mit dem Titel „Best Innovator“ aus. Neben der Schweiz wird der Wettbewerb auch in Belgien, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, Norwegen, Österreich, Schweden und Grossbritannien durchgeführt. Für Dr. Stephan Hofstetter, Leiter von A.T. Kearney Schweiz, „hängt die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen heute mehr denn je von der Fähigkeit ab, neues Wissen und Ideen in erfolgreiche Geschäftsmodelle, marktgängige Produkte und Dienstleistungen schneller einzubringen als die Konkurrenz, die in verstärktem Masse aus wirtschaftlichen Schwellenländern kommt. Der ‚Best Innovator’-Wettbewerb soll die Unternehmen animieren, sich im globalen Wettbewerb optimal aufzustellen.“
Beim diesjährigen Wettbewerb in der Schweiz liessen rund 20 der 300 eingeladenen Unternehmen ihr Innovationsmanagement durch A.T. Kearney eingehend bewerten. Die drei „Best Innovator 2007“ wurden von der Jury gekürt, der neben Vertretern von A.T. Kearney Prof. Dr. Albert Waldvogel, em. ETH, und Prof. Jean-Philippe Deschamps, IMD, angehören. Der „Best Innovator“-Wettbewerb wird in der Schweiz in Kooperation mit dem führenden Wirtschaftsmagazin BILANZ ausgeschrieben.
Entscheidend für die Beurteilung der Innovationskraft eines Unternehmens sind folgende Kriterien:
1. Ist das Unternehmen fähig, fortwährend innovativ zu sein? 2. Herrscht im Unternehmen eine Innovationskultur? 3. Widmet das Management dem Thema Innovation die nötige Aufmerksamkeit? 4. Gelingt es dem Unternehmen, kontinuierlich Innovationen zu generieren und erfolgreich umzusetzen?
2004 waren Credit Suisse Private Banking, Phonak und TagHeuer die Sieger und 2006 Kühne + Nagel sowie PostFinance. |